
Im Spezialbeitrag von SRF – Schweizer Radio und Fernsehen im Format Kassensturz geht es um die Frage: «Plastik sammeln – sinnvoll oder Alibi-Übung?»
Wir sind Teil der Reportage und zeigen, wie hochwertiges Kunststoffrecycling in der Praxis funktioniert. Unsere Geschäftsführer Philippe Model und Markus Tonner geben dabei spannende Einblicke in unsere Arbeit.
Die Schweiz steht beim Recycling von Haushaltskunststoffen vor grossen Herausforderungen. Ein erheblicher Teil der Kunststoffabfälle wird weiterhin thermisch verwertet, während nur ein vergleichsweise kleiner Anteil stofflich recycelt wird.
Genau hier setzt das schweizweite Sammelsystem von RecyPac an: Ziel ist es, Kunststoffverpackungen und Getränkekartons einheitlich zu sammeln und hochwertig zu verwerten.
Die Sendung begleitet den Weg des gesammelten Plastiks – von der Sammlung über die Sortierung bis zur Wiederaufbereitung. Moderne Anlagen wie jene von Loacker Recycling GmbH trennen Kunststoffe mittels Nahinfrarot-Technologie präzise nach Polymerarten. Wissenschaftliche Analysen und Ökobilanzen, unter anderem von Carbotech AG, zeigen, unter welchen Bedingungen Kunststoffrecycling ökologisch sinnvoll ist.
Auch die wirtschaftliche Dimension wird thematisiert: Fehlende gesetzliche Vorgaben für Recyclinganteile und der internationale Wettbewerbsdruck erschweren die Marktbedingungen für hochwertiges Recycling. Gleichzeitig betonen Organisationen wie Greenpeace Schweiz und der Schweizer Konsumentenschutz, dass Recycling allein den Plastikverbrauch nicht reduziert.
Innovationen entstehen auch in der Forschung: Die EPFL arbeitet an biobasierten Kunststoffen aus erneuerbaren Ressourcen, um fossile Rohstoffe langfristig zu ersetzen.
Der «Kassensturz»-Beitrag macht deutlich:
Kunststoffrecycling funktioniert nur, wenn Sammlung, Sortierung, Aufbereitung, Industrie und Gesetzgebung ineinandergreifen.
Es ist kein Alibi – aber auch keine alleinige Lösung. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette.
Wir danken SRF und allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und die differenzierte Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema.


