Neue Verpackungsverordnung: Verbindliche Verwertungsquoten stärken die Kreislaufwirtschaft

Neue Verpackungsverordnung: Verbindliche Verwertungsquoten stärken die Kreislaufwirtschaft

InnoWay

Der Bundesrat hat am 24. Juni 2026 die neue Schweizer Verpackungsverordnung verabschiedet. Sie schafft neue Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft und setzt erstmals verbindliche Verwertungsziele für Verpackungen fest. Damit erhält das Recycling von Verpackungen in der Schweiz eine klare politische und regulatorische Grundlage.
Kernstück der Verordnung sind die verbindlichen Verwertungsquoten, die bis 2032 erreicht werden müssen. Vorgesehen sind eine Verwertungsquote von 70 Prozent für Getränkekartons sowie 55 Prozent für Einwegverpackungen aus Kunststoff. Werden diese Ziele nicht erreicht, kann der Bundesrat zusätzliche Massnahmen beschliessen. Dazu gehören insbesondere die Einführung eines vorgezogenen Recyclingbeitrags oder eines Pfandsystems.

Für die Kunststoffrecyclingbranche ist dies eine richtungsweisende Entwicklung. Die festgelegte Verwertungsquote von 55 Prozent unterstreicht die Bedeutung leistungsfähiger Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen und schafft einen starken Anreiz, Kunststoffverpackungen konsequent im Kreislauf zu führen.
Gleichzeitig sendet die Verordnung ein klares Signal an Hersteller, Handel und Konsumentinnen und Konsumenten: Verpackungen müssen künftig noch stärker kreislauffähig gestaltet, korrekt gesammelt und hochwertig verwertet werden. Nur durch das Zusammenspiel aller Akteure können die ambitionierten Ziele erreicht und wertvolle Rohstoffe langfristig im Wirtschaftskreislauf gehalten werden.

Ebenso in der Verordnung festgehalten: ab 2031 wird für Einwegverpackungen aus Kunststoff sowie Getränkekartons eine subsidiäre Rücknahmepflicht eingeführt. Hersteller selbst (oder via Branchenorganisation wie RecyPac) müssen diese Verpackungen zurücknehmen und einer stofflichen Verwertung zuführen.
Die neuen Verwertungsziele schaffen Transparenz, fördern Investitionen in moderne Recyclinglösungen und stärken die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz nachhaltig. Nun gilt es, die Voraussetzungen zu schaffen, damit die ambitionierten Ziele bis 2032 gemeinsam erreicht werden können.

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